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…. die unendliche Geschichte.
Jeder Instrumentenbauer sollte darauf achten, die Innenwand seines Instrumentes größtmöglich glatt und störungsfrei zu gestalten. Jede Unebenheit stört das Reflexionsverhalten der Röhre, die letztlich für das Klangverhalten verantwortlich ist. Plötzlich soll ein kleiner, notwendiger Spalt am Übergang zwischen Mundstück und Mundrohr eine bedeutende Rolle spielen.
Ein Beispiel, das mich überhaupt auf die Idee brachte, dieses „Problem“ zu thematisieren erläutere ich in wenigen Worten:
Ein bedeutender Trompeter (sein Name tut nichts zur Sache) möchte mit mir ein Projekt starten. In der Kennenlernphase unterstrich er die Bedeutung des gaps. Er zeigte mir zwei Beispiele. Zwei Schraubstengel, gleiche Bauweise, davon einer mit gap (der Schraubstengel wird in den Receiver der Trompete eingeschraubt und steht am Mundrohr an).
Der Stengel mit gap hatte wirklich bessere klangliche Eigenschaften.
Da ich an die Wirkung des „gaps“ nicht glaube, bat ich, eine Prüfung vorzunehmen.
Die äußeren Maße waren gleich; das Gewicht war gleich (Im Grammbereich); die Bohrung war gleich.
Zum Schluß prüfte ich die Stengelbohrung, und diese war, wie ich vermutete, grob unterschiedlich. Natürlich hat der Hersteller Stein und Bein geschworen, dass die Stengel gleich sind – bis auf den absichtlich „eingearbeiteten“ gap.
Mein Kunde fiel natürlich aus allen Wolken, sein Weltbild brach von einer auf die andere Sekunde zusammnen. Quod erat demonstrandum 🙂

Stelle deine eigenen Überlegungen an und beteilige dich an der Diskussion.
Bis bald, Karl Breslmair

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