Karl Breslmair

Am 3.9.1954 wurde ich in Sommerein am Leithagebirge geboren und besuchte dort die Volksschule. Nach einer 8-jährigen Zeit am Bundesrealgymnasium Bruck an der Leitha maturierte ich 1973.

Ab Herbst 1973 leistete ich einen einjährigen Militärdienst und begann 1974 das Lehramtsstudium für Geografie und Leibeserziehung an der Universität Wien.

Eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung an der Akademie für bildende Künste und Inskription erlaubten es mir, meinen handwerklichen Neigungen auch am Studienort nachkommen zu können. In einer verletzungsbedingten Studienunterbrechung ermöglichten mir meine Eltern den Erwerb eines Pilotenscheines. Zum Linienpiloten war ich scheinbar nicht befähigt, bei einer fortgeschrittenen Selektion der Austrian Airlines wurde ich nicht mehr berücksichtigt. Von der Luftfahrt vollends begeistert, brach ich das Studium ab und bewarb mich 1978 erfolgreich als Radarflugverkehrsleiter der österreichischen Flugsicherung.

Nach absolvierter vierjähriger Spezialausbildung bin ich seit 1982 als eigenverantwortlicher Fluglotse tätig. Schon als Jugendlicher interessierte mich die Arbeit meines Vaters sowohl in seinem Hauptberuf, als auch in seiner Freizeit. Mein Vater verführte mich zum Geigenbau und so fertigten wir, teils gemeinsam, ansehnliche Instrumente. Was mir mein Vater an Musikalität und physikalischen Kenntnissen voraushatte, machte ich durch Akribie und Sinn für Ästhetik wett. Die Zeit erlaubte es leider nicht, dass mein Vater und ich koordiniert, gemeinsam arbeiteten. Zu unterschiedlich waren, vielleicht altersbedingt, unsere Interessen und Ziele. Erst nach dem Tode meines Vaters (1985) begann ich mich für Mundstücke zu interessieren und setzte mir als Ziel, das Werk seiner letzten Jahre fortzusetzen. Wie oft fehlten mir danach sein technisches Verständnis und sein Einfallsreichtum. Stimmt es tatsächlich, dass man erst schätzt, was man nicht mehr hat, nie mehr haben wird? Ich persönlich bezeichne ihn als einen Titanen.

Wunschgemäß stieg ich in seine großen Fußstapfen. Eine faszinierende Materie, Technik in Verbindung mit Musik, hat mich in ihren Bann geschlagen. So wie mein Vater, werde auch ich versuchen, der Musik zu dienen und mitzuhelfen, den Wiener Klangstil zu pflegen. Seit 1988 bin ich im Besitz eines Gewerbescheines zur „Herstellung von Mundstücken für Blechblasinstrumente“.

1994 erwarb ich meine erste NC-gesteuerten Drehbank. Sie eröffnete gewaltige Möglichkeiten, die ich in der darauffolgenden Zeit der Musikszene anbieten konnte.

1997/98 Forschungsprojekt Wiener Tuba.

Ab 1999 arbeitete ich auch als „Airspace Designer“ und Verfahrensexperte bei Austro Control und reduzierte meine aktive Lotsentätigkeit auf die Hälfte. Damit hatte ich noch weniger Zeit für meine Mundstücke verfügbar und ich war gezwungen, Mitarbeiter anzustellen.

Im Oktober 2009 (55-jährig) beendete ich meine Tätigkeit bei Austro Control und trat in den Vorruhestand ein. Die Firma „Karl Breslmair, Mundstückerzeugung“ wurde in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, mein Sohn Lukas wurde als Geschäftsführer bestellt.

2010 wurde ein großzügiger Werkstattzubau begonnen der 2012 fertiggestellt wurde und die Betriebsanlagenge­nehmigung erhielt. Weitere Maschinen wurden angeschafft um der großen Nachfrage nach hochwertigen Mundstücken gerecht zu werden.

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